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Was gehört in ein Bewerbungsschreiben?

5 Min. Lesezeit · Bewerbung24.ai Ratgeber

Die vier Bausteine eines überzeugenden Anschreibens — mit Formulierungsbeispielen für Einstieg, Hauptteil und Schluss.

Der formale Rahmen

Ein Anschreiben ist maximal eine DIN-A4-Seite und folgt dem Briefstandard: dein Absender oben, Empfängeradresse, Ort und Datum, Betreffzeile („Bewerbung als …, Referenz …“), Anrede, Text, Grußformel, Unterschrift.

Die Anrede geht immer an einen Menschen: Recherchiere den Ansprechpartner (Anzeige, Website, LinkedIn, kurzer Anruf). Nur wenn nichts zu finden ist: „Sehr geehrtes Team der Personalabteilung“ — das anonyme „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist die schwächste Option.

Baustein 1 & 2: Einstieg und Passung

Der erste Satz entscheidet, ob weitergelesen wird. Verboten: „Hiermit bewerbe ich mich …“ — das weiß der Leser. Stark ist ein Einstieg, der sofort Bezug zur Stelle herstellt: eine relevante Erfahrung, ein Bezug zum Unternehmen, ein konkretes Ergebnis.

Der Hauptteil (1–2 Absätze) belegt deine Passung: Nimm die zwei, drei wichtigsten Anforderungen der Anzeige und beantworte jede mit einer konkreten Erfahrung samt Ergebnis. Nicht nacherzählen, was im Lebenslauf steht — zuspitzen und beweisen.

Baustein 3 & 4: Mehrwert und Abschluss

Der Mehrwert-Absatz dreht die Perspektive: Was hat das Unternehmen von dir? Hier zählen Initiative, besondere Kenntnisse oder deine Motivation für genau diese Firma — belegt, nicht behauptet.

Der Schluss ist selbstbewusst und konkret: Verfügbarkeit, gegebenenfalls Gehaltsvorstellung (nur wenn gefordert), und eine aktive Einladung: „Ich freue mich auf ein Gespräch“ — ohne Konjunktiv-Girlanden wie „würde mich freuen, wenn Sie eventuell …“.

Häufige Fragen

Muss die Gehaltsvorstellung ins Anschreiben?

Nur wenn die Anzeige sie ausdrücklich fordert — dann als Jahresbrutto-Spanne im Schlussabsatz („Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 42.000–46.000 € brutto/Jahr“). Ungefragt genannt verschenkst du Verhandlungsspielraum.

Wie persönlich darf ein Anschreiben sein?

Persönlich ja, privat nein: Echte Motivation und eigene Formulierungen heben dich ab; Familiengeschichten, Schicksalsschläge und Humor-Experimente gehören nicht hinein. Faustregel: professionell mit erkennbarem Charakter.

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